Sonnensegel für städtische Plätze
Innerstädtische textile Verschattungen
zur Verbesserung der lokalen Mikroklimatik
Klimaanpassungsmaßnahmen zur besseren Aufenthaltsqualität im öffentlichen Stadtraum bei extremen Hitzewetterlagen:
In einem Kompaktseminar wurde die Planungs- und Entwurfsmethodik von Membranbauten insb. Sonnensegeln in der Theorie gelehrt sowie nach einer konkreten Planung die anschließende Umsetzung der Sonnensegelanlagen am Campusgarten durchgeführt.
Anhand der derzeitigen, nicht zufriedenstellenden Situation am ASL-Gelände als exemplarischer Stadtraum wurden zwischen ASL- und AStA Gebäude mehrere Varianten von textilen Überdachungen mit Methoden des konstruktiven Membranbaues entwickelt und zwei dieser Entwürfe umgesetzt.
Die Segeldächer bieten Schatten für Sitzgelegenheiten in der städtischen Hitze, insbesondere für den mittags stark exponierten CampusGarten.
Ein weiterer Mehrwert der Segelanlage ist die Möglichkeit, Regenwasser gezielt aufzufangen.
Die saisonale einfache Montage und Demontage wird für Folgejahre ermöglicht.
Skizze
Erweiterter Konzeptansatz ist die gleichzeitige Nutzung der Segel als Regenwasser-Sammelsystem, mit einer Auffangzisterne als städtisches Möbel oder einem grünen „StadtklimaMöbel“ - bspw. Gabionenkörbe gefüllt mit Abbruchmaterial aus der benachbarten Baustelle als Regenwasserspeicher. Neben kühlender Wirkung durch Verdunstung sollen diese auch als Habitat für Pflanzen und Kleintiere dienen.
less:waste:
Für die zwei Segel konnten gebrauchte Membrandächer nach einer Erneuerung aller Nähte vollständig wiederverwendet werden. Die Herausforderung in der Planung war der Umgang mit der bestehenden Konfektion und den gegebenen Maßen der Segel in deren neuen Umgebung.
Nächtlicher Schutz
In den Nachtstunden vermindern die Segel die Abstrahlung und das Auskühlen zum Himmel hin. Sie vermindern damit den Effekt des Wüstenklimas mit starker Erhitzung am Tag und großer Kälte in den Nachtstunden.